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Video

Mit Aussicht auf meine große Motorradreise durch Europa habe ich mein Kamera-Setup vor einiger Zeit von Sony auf Olympus umgestellt. Dies bedeutet nicht nur einen Wechsel der Kameras sondern natürlich auch der Objektive. Die Wahl der Optik hat nicht nur etwas mit Zahlen zu tun, sondern vielmehr mit dem angestrebten Look und die damit zusammenhängende Wirkung beim Betrachter. Jedes Objektiv hat verschieden starke Mittel der Bildgestaltung wie z.B. die mögliche Stärke der Schärfentiefe oder die Raumwirkung des Bildes. Diese Faktoren kann man bewusst als Stilmittel einsetzen um somit die Emotionen des Betrachters zu beeinflussen. Kommen wir nun zu den Brennweiten, die ich am liebsten für meine Video Projekte benutze und die dazu passenden Optiken, die ich dafür immer dabei habe.

25 - 40mm Portrait:

Die meisten Objektive, die ich nutze haben eine Lichtstärke von F2.8 und so ist es einfach mit ihnen ein schönes Bokeh (Hintergrundunschärfe) zu erzeugen. Beim Portrait Brennweitenbereich schätze ich aber am meisten, dass man trotz geringem Abstand zwischen Kamera und Model sowie Model und Hintergrund ein weiches Bokeh erzeugen kann und gleichzeitig einen großen Bildausschnitt zur Verfügung hat. Um diesen Bereich abzudecken verwende ich das M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO, weil ich mit diesem Objektiv flexibel zwischen Landschaftsaufnahmen und Portraits wechseln kann. Diese Optik ist tatsächlich mein Favorit und sehr oft im Einsatz.

7 - 25mm Weitwinkel:

Diese Brennweite verschafft dem Betrachter dank der großen Schärfentiefe einen Überblick über die komplette Szenerie. Fast jeder Bereich der Bildes ist scharf und der Bildausschnitt ist großzügig, es kommt dem Anblick durch das eigene Auge also sehr nahe und wirkt daher informativ. Den Bereich 12-25mm kann ich gut mit dem M.Zuiko Digital ED 12-40mm F2.8 PRO abdecken, was es wie schon erwähnt zu meinen Favoriten macht. Falls es mal etwas extremer sein soll, benutze ich gerne das M.Zuiko Digital ED 7-14mm F2.8 PRO. Mit dieser Optik kann ich noch sehr viel mehr vom Umfeld eingefangen und besonders das Spielen mit der Symmetrie von Architektur-Elementen macht mir Freude.

Close Ups:

„Ganz nah dran“ ist im Video immer ein schöner Kontrast zu den eher informativen Weitwinkelaufnahmen und gibt dem Zuschauer die Chance auch die feinen kleinen Details wahrzunehmen. In den Sequenzen bekommt der Betrachter wegen der geringen Tiefenschärfe zwar nur wenig Bildinhalte vermittelt, diese sind aber sehr intensiv. Für Close Ups verwende ich oft das M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 PRO, wobei ich mich hierfür von dem Motiv ein paar Schritte entferne, um dann mit der maximalen Brennweite von 150mm optisch wieder ganz nahe dran zu sein. So ist eine extreme Unschärfe des Hintergrundes gegeben und die Aufmerksamkeit des Betrachters liegt ganz auf dem gezeigten Detail.

150 & 300mm Tele:

Ein Teleobjektiv ist in meinem Arbeitsalltag eher selten im Einsatz, da ich meistens auch ohne lange Brennweiten nahe genug an meine Motive herankomme. Wenn es dann doch mal notwendig ist, bin ich mit dem M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 PRO durch den hohen Zoombereich sehr gut aufgestellt und kann flexibel entscheiden wie nah oder fern ich tatsächlich am Motiv sein will. Bei Naturaufnahmen ist ein Teleobjektiv wie das M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO allerdings unumgänglich, um Tiere filmen zu können ohne sie zu verscheuchen.

Der gezielte Einsatz verschiedener Bild-Einstellungen (Close Up, Halbnah, Totale, etc.) gepaart mit dem Wechsel zwischen den unterschiedlich starken Bildinhalten macht das Video erst spannend. Die Abwechslung von nah und fern, scharf und unscharf gibt dem Auge des Betrachters zwischendrin auch Entspannungsmomente. Diese sind wichtig um die Aufmerksamkeit des Zuschauers zu halten.

Und nun zu meinen Erfahrungen mit den Optiken.

Sowohl auf meiner Reise als auch in meinem Arbeitsalltag erwies sich die Umstellung auf die OLYMPUS Zoom-Objektive als eine gute Entscheidung mit vielen Vorteilen. Mit nur 3-4 Objektiven in der Tasche kann ich den gesamten Brennweitenbereich abdecken, für den ich vorher 7-8 Optiken und somit viel Gewicht mit mir rumgetragen habe. Durch den Zoom bin ich nicht mehr darauf angewiesen ständig auf eine andere Optik mit einer bestimmten Brennweite zu wechseln oder meine Position für den richtigen Bildausschnitt zu verändern. Diese Zeitersparnis macht mich unglaublich flexibel und ermöglicht es mir, die Momente zeitnah einfangen zu können und nichts mehr zu verpassen.

Ein weiterer Vorteil der Olympus Objektive ist der Fokusring (nie wieder ohne). Dieser ermöglicht mir das schnelle und intuitive Umschalten zwischen Manuellem- und Autofokus direkt am Objektiv aus der Handhaltung der Kamera, während der Aufnahme. So kann ich spontan entscheiden wie der Fokus gezogen werden soll, ohne nach einem Knopf am Objektiv oder einer Taste an der Kamera tasten zu müssen und so wohlmöglich noch die Aufnahme zu verwackeln.

Durch die Robustheit der Optiken bin ich außerdem freier in der Planung von Outdoor Shoots. Selbst bei sehr nebeligen oder verregneten Shootingtagen brauche ich mir über die hohe Luftfeuchtigkeit keine Sorgen zu machen und weiß, die Objektive sind immer einsatzbereit. So kann ich mich voll und ganz darauf konzentrieren, die spannenden Motive richtig einzufangen.

Mein Videographer Set Up werde ich in Zukunft garantiert noch um ein paar weitere Optiken ergänzen. Das schöne ist ja auch, dass die Bildstabilisierung im Kamerabody sitzt und egal welches Objektiv ich gerade verwende, ich kann einfach aus der Hand filmen und sogar Schwenks und Fahrten ohne Gimbal umsetzen. Auf das ein oder andere Objektiv habe ich schon ein Auge geworfen und freue mich schon darauf diese mal auszuprobieren.

Autor & Videograf : Carolin Nina Jasiak

Alle Bilder wurden aufgenommen mit: