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Natur & Tiere

Fotografie bedeutet „Malen mit Licht“. Gerade in der Landschaftsfotografie verleihen das passende Licht, wie ein warmes Morgenlicht, ein glühend-flammender Abendhimmel oder ein Sterne-strahlender Nachthimmel den Motiven einen ganz besonderen Anstrich.

Aus diesem Grund bin auch ich immer auf der Suche nach einer spektakulären Lichtstimmung und besuche, falls möglich, Landschaften mehrfach, um diese in vielen unterschiedlichen Momenten zu portraitieren.

Grundsätzlich ist es dabei so, dass die Sonne im Rücken für perfekt ausgeleuchtete und klar zu erkennende Landschaften sorgt, im sogenannten Szenenlicht. Die von der Seite als Streiflicht scheinende Sonne hingegen bewirkt eine ganz spezielle dreidimensionale Tiefe, ideal zum Beispiel bei hintereinanderliegenden Gipfelketten. Das Gegenlicht einer mir direkt entgegen scheinenden Sonne nutze ich vor allem für spektakuläre Sonnenauf- und -untergänge, bei denen ich die jeweiligen Landschaften lediglich als schwarze Silhouette abbilde.

Hinsichtlich der Tageszeit sind die Goldene Stunde (direkt nach Sonnenaufgang/ vor Sonnenuntergang), wie auch die Blaue Stunde (vor Sonnenaufgang/ nach Sonnenuntergang) mit ihren warmen und fast schon magischen Lichtern meine eindeutig bevorzugten fotografischen Zeiten.

Bei der Planung einer besonderen Lichtstimmung haben wir Fotografen heutzutage glücklicherweise eine große Auswahl an speziellen Hilfsmitteln. Neben Navigationsapps, mit dessen Hilfe ich meine Motive bereits von zu Hause aus im Detail virtuell bereisen und begutachten kann, gibt es diverse Webseiten und spezielle Fotografie Apps, welche mir die Planung bis hin zur Simulation jeder erdenklichen Lichtsituation für jeden Ort auf unserer Erde zu jedem gewünschten Zeitpunkt ermöglichen - mit Informationen zu Stand von Sonne, Mond und Milchstraße mit den entsprechenden Auf- und Untergangszeiten.

Auch bei meiner letzten Tour nach Turkmenistan habe ich mich entsprechend intensiv vorbereitet und konnte somit bereits im Vorfeld und ohne Zeitdruck planen, wann ich am besten welches Motiv von welchem Standort aus fotografieren möchte - und wann ich es mir auch einmal erlauben kann, mich ein wenig schlafen zu legen. Und bin so keine Gefahr gelaufen, spektakuläre Aufnahmen, wie das „Tor zur Hölle“ im ersten Dämmerlicht, den unglaublichen Sternenhimmel ohne störendes Mondlicht, die Milchstraße über einem kleinen Wüstendorf oder auch den goldenen Sonnenuntergang in der Wüste, zu verpassen.

Für die Fotos vom „Tor zur Hölle“ habe ich dabei den HiRes Modus meiner OM-D E-M5 Mark III mit seinen 50 Millionen Megapixel für einen größeren Dynamikumfang und noch mehr Details genutzt.

Für die Aufnahmen in der Nacht hatte ich zudem meine eigene, künstliche Lichtquelle im Gepäck: eine sehr starke Taschenlampe. Damit war es mir möglich, auch tief in der Nacht ohne Mondlicht die stockdunklen Wüstenlandschaften entsprechend zu beleuchten.

Ich empfehle jedem Fotografen, die große Bandbreite an Hilfsmitteln und Möglichkeiten bereits im Rahmen der Vorbereitung einer Reise zu nutzen, um mit den vielen unterschiedlichen Lichtquellen und -situationen seine Motive gezielt „anzumalen“.

Autor & Fotograf: Adrian Rohnfelder

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