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Natur & Tiere

Die neue Serie der F1.2 PRO Objektive ist speziell für die Portrait- und Reportage- Fotografie konzipiert worden. Speziell das M.Zuiko Digital ED 45mm F1.2 PRO hat mit seinem Bildwinkel und der sehr lichtstarken Konstruktion mit einer Offenblende von 1.2, aber ganz besonders wegen seines sanften Bokehs, einen festen Platz in der Portraitfotografie gefunden. Jeder Fotograf lobt den Schärfe-/Unschärfe Übergang und den weichgezeichneten Hintergrund sehr. Ich dachte mir, dass dieses Objektiv vielleicht auch für die Naturfotografie geeignet ist. Speziell im Frühjahr, wenn es um uns herum sprießt und blüht. Die Zeit der „Blümchenfotografen“ habe ich deshalb dieses Jahr einmal gezielt genutzt um mit dem Objektiv in diesem Genre zu spielen. Ein Fotofreund von mir, der mit Nikon unterwegs ist schwört auf das Walimex Pro 135mm F2.0 für solche Themen, denn es hat auch ein weiches Bokeh, das den Bildern einen sehr eigenen Charakter gibt.

So zogen wir auch einige Male gemeinsam los und verglichen die Bildwirkung immer mal wieder. Bei MFT muss einem bewusst sein, dass beim selben Bildwinkel eine kürzere Brennweite benötigt wird und die Schärfentiefen-Wirkung geringer ausfällt. So kann man sagen, dass das M.Zuiko Digital ED 45mm F1.2 PRO einen äquivalenten Bildwinkel zu einem 90mm Kleinbildobjektiv hat und somit die Schärfentiefe eines 45mm Objektives. Dies führt zu einem Unterschied von ca. 2 Blenden, es ist also nicht so weit entfernt von dem Walimex.
Der cremige Vorder- und Hintergrund ist sehr schön und die Freistellungsleistung ist für die meisten Pflanzenfotos in einem ausgewogenen Bereich.Mit einer Naheinstellgrenze von nur 0,5m sind interessante zusätzliche Möglichkeiten gegeben. Zumal man wissen muss, dass bei 33% geringerem Abstand die 2 Blendenstufen Schärfentiefe-Unterschied gegenüber Kleinbildformat neutralisiert sind. Und das ist generell ein Vorteil bei Olympus. Das Sigma 85mm F1.4 hat beispielsweise eine Naheinstellgrenze von 85cm, das o.g. Walimex hat 80cm, also mehr als die erwähnten 33% Unterschied und von daher in der Freistellungsleistung vergleichbar.

Natürlich ist es nicht 1:1 möglich die identischen Bilder zu machen, aber diese ewige Diskussion, dass man mit MFT keine Bilder mit so geringer Tiefenschärfe machen kann, wie mit Kleinbildformat, ist einfach nicht richtig. Es erfordert eben nur eine gestalterisch etwas andere Herangehensweise und die richtigen Objektive.
Mit seinen 410g und der kompakten Bauweise ist die OM-D E-M1 Mark II handlich zu bedienen und durch das Schwenkdisplay ist auch für etwas ältere Fotografen die bodennahe Perspektive keine Quälerei. Ich liebe diese gewonnene Freiheit sehr.
Das Objektiv ist exzellent in seiner Schärfe und zeigt praktisch keinen Farbfehler, wie alle anderen Olympus PRO Objektive auch. Gerade bei den sehr lichtstarken Objektiven hatte ich bei allen Herstellern, mit denen ich früher mit Kleinbildformat arbeitete, selbst im PRO Segment, immer deutliche Farblängsfehler hinnehmen müssen. (Lila-Grün-Verlauf vor und nach der Schärfenebene). Dieser Fehler lässt sich bekanntlich per Software nicht korrigieren.

Die Abdichtung macht es staub- und wasserdicht und somit ist es auch bei „interessantem“ Wetter in Feld, Wald und Wiese gut einsetzbar. Man muss sich keine Gedanken dabei machen dieses Gespann in die taubedeckten Wiesen zu drücken.
Autor & Fotograf: Andreas Geh

Bilder-Galerie

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