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Stadt & Reise

Raja Ampat - das Königreich der vier Könige. Eine der abgelegensten Regionen Indonesiens und zugleich eines der artenreichsten Tauchgebiete der Welt. Hotspot für Taucher und Kirmes für Unterwasserfotografen. Eine Bühne für seltsame Kreaturen, verrückte Viecher und farbenfrohe Korallengärten. Touristen und Individualreisende aus der ganzen Welt sind längst bei der Unterwasserfotografie angekommen und haben diesen magischen Ort für sich entdeckt. Immer auf der Suche nach dem perfekten Motiv, dem perfekten Foto. Auch wir tauchen in die endlosen Tiefen des einzigartigen Inselarchipels in der Mitte des Korallendreiecks ein, dem Gebiet mit der höchsten Artenvielfalt im Meer von allen. Raja Ampat liefert uns die große Bühne und Olympus die kompakte und leichte Kameratechnik.

Jedes Jahr von Oktober bis Mai gibt es in Raja Ampat eine exorbitante Population von Mantarochen, die Touristen und tauchaffine Unterwasserfotografen anzieht. Im Jahr 2006 wurde das Königreich der Vier Könige offiziell zum Meeresschutzgebiet erklärt, um die majestätischen Geschöpfe der lokalen Gewässer zu schützen. Raja Ampat ist einer der wenigen Orte auf der Welt, an dem beide Arten von Mantarochen gesichtet werden können. Taucher und Schnorchler haben die Möglichkeit, sowohl mit bis zu drei Meter großen Riffmantas als auch mit ozeanischen Mantas, deren Flügelspannweite bis zu sechs Meter betragen kann, zu tauchen und zu schnorcheln.

Die Tatsache, dass Tauchplätze mit garantierter Hochgeschwindigkeits-Drift des Mantarochens nicht immer einfach zu betauchen sind, stellt für viele erfahrene Unterwasserfotografen ein wesentliches Problem dar. Strömungen, die die eleganten Gleiter mühelos bewältigen, scheinen selbst für erfahrene Taucher ein unüberwindbares Hindernis zu sein.

Wie schafft man also perfekte Bilder von Riff- oder ozeanischen Mantarochen, vor allem gegen die Sonne? Das Wichtigste ist eine gute Schwimmkontrolle und eine noch bessere Kenntnis der eigenen Kameraausrüstung. Diejenigen, die gegen eine Strömung am Meeresgrund kämpfen und verzweifelt versuchen, die beste Einstellung ihrer Kamera herauszufinden, haben tatsächlich bereits verloren.

Für Aufnahmen von großen Meerestieren wie Mantas, Haien oder sogar Buckelwalen ist ein Objektiv mit einer geeigneten Brennweite unerlässlich. Das Fischaugenobjektiv M.Zuiko Digital ED 8mm F1. 8 PRO ist die erste Wahl bei unserer OM-D E-M1 Mark II, aber es bedeutet, dass man relativ nah an das Motiv herangehen muss. Ergo: Eine gute Aufnahme braucht einen angemessenen Zeitrahmen. Versteckt hinter einer bunten Erhebung warten wir auf unsere Chance. Die Einstellungen an der Kamera wurden bereits vorgenommen, die Blende relativ weit geschlossen und die beiden Blitze manuell auf 75 Prozent der vollen Leistung eingestellt. Majestätisch gleitet ein schwarzer Riffmanta über unsere Köpfe. Aus dem Schatten der Strömung folgen wir dem Tier ein paar Flossenschläge, bis wir direkt unter ihm sind und unser Foto im Gegenlicht der Sonne vervollständigen können. Ein paar Atemzüge später durchquert ein zweiter Mantarochen das tiefe Blau und gleitet mit ein paar Flügelschlägen anmutig an uns vorbei, dreht und wendet seine Runden über einer Putzerstation. Wir kaufen das Ticket für eine unvergleichliche Unterwasser-Show.

Zwei Schwarzspitzen-Riffhaie patrouillieren an der Riffkante, ein Adlerrochen kommt aus der Tiefe und verschwindet ebenso schnell wieder. Da sind sie, die ersten Wow-Momente und perfekten Aufnahmen. Die Momente, die eine Reise in das Inselreich Raja Ampat und die damit verbundenen Unterwasserfotos unvergesslich machen. Unsere Reise führt uns vom Süden von Raja Ampat, von Misool, weiter direkt in die endlosen Weichkorallengärten der Dampier Strait, dem Epizentrum der Artenvielfalt. Endlose Gärten mit farbenprächtigen Weichkorallen stehen im Mittelpunkt unserer Unterwasserkameras. Wie endlose Teppiche erstrecken sich die farbenprächtigen Tierkolonien, die aus unzähligen einzelnen Polypen bestehen, über den Grund des sonnendurchfluteten Ozeans.

Sonnenstrahlen lassen den schillernden Untergrund auf poppig-bunte Weise erstrahlen. Baumkorallen glänzen mit roten Seepeitschen und riesigen Fächergorgonien. Das winzige und ebenso seltene Pontohi-Pygmäenseepferd schwingt in der Strömung sanft hin und her und klammert sich eng an seine Gorgonie. Der flammende prächtige Sepia posiert im Licht der Tauchlampen neben der winzigen blättrigen Schafschnecke und dem neugierigen Kokosnusskraken. Bei weit geöffneter Blende, um die Wirkung des Bildes mit dem passenden Strauß zu unterstreichen, geraten wir auf sandigem Grund in einen wahren Kritterzauber und beschatten das Heer der Finsternis in der dunklen Nacht. Unterwasser-Makrofotografie, aufgenommen mit dem 60-mm-Makroobjektiv. Genau das Richtige für Makro-Enthusiasten. Wenig Strömung, bizarrste Lebensformen - die Bühne ist bereitet für das perfekte Unterwasserfoto.

Autoren & Fotografen: Melanie and David Benz

Alle Bilder wurden aufgenommen mit: