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Endoskopischer Ultraschall

Endoskopischer Ultraschall (EUS) - eine Kombination aus Endoskopie und Sonographie

Endoskopischer Ultraschall kombiniert die Vorteile der beiden Disziplinen Endoskopie und Sonographie. Der Schallkopf ist in das distale Ende des Endoskops integriert. Dadurch lässt er sich sehr nahe am Zielbereich positionieren – ein wichtiger Faktor für die unübertroffen hohe Auflösung des EUS-Bildes.


Konkurrierende Techniken sind die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MRT). Beide Techniken bieten jedoch im Vergleich mit der EUS eine geringere Bildauflösung und damit eine niedrigere Erkennungsrate bei kleinen Läsionen. Außerdem sind CT und MRT ausschließlich für die Bildgebung geeignet und bieten nicht die Möglichkeit, unmittelbar Gewebeproben zu entnehmen, falls während der Untersuchung ein verdächtiger Bereich erkannt wird. Die EUS bietet diese Möglichkeit und ist darüber hinaus strahlungsfrei.


Die hohe Bildauflösung ermöglicht Diagnose und Staging verschiedener Läsionen innerhalb des Gastrointestinaltrakts sowie in seiner Umgebung. Normalerweise erfolgen EUS-Untersuchungen im Anschluss an eine Standard-Endoskopie, wenn zusätzliche, detailliertere Informationen über Gewebeeigenschaften, Blutflussdynamik oder Tumorinvasionstiefen benötigt werden. Insbesondere ist eine sehr präzise Definition der Tumorinvasionstiefe (TNM-Staging) von großer Bedeutung, um dem Patienten die bestmögliche Behandlung zu garantieren. Dabei sind Under- und Overstaging zu vermeiden, da sie unweigerlich zu einer suboptimalen oder falschen Therapie des Patienten führen.


Abgesehen von der Bedeutung der Tumorpenetrationstiefe bietet die EUS auch die Möglichkeit, Gewebeproben in Regionen, die unter normalen Bedingungen nur durch einen invasiven Eingriff erreichbar sind, minimal-invasiv zu entnehmen. Die endoskopische ultraschallgeführte (EUS) Feinnadelaspiration (FIN) hat sich bereits als wertvolles Tool erwiesen, um solche Gewebeproben für den Pathologen oder Zytopathologen zu entnehmen, der die Probe dann als normales, malignes oder benignes Gewebe differenzieren kann.


Die moderne EUS-Technik unterscheidet zwischen „radialer“ und „linearer“ Abtastung.


360°-Radialabtastung

Der 360°-Abtastbereich des radialen Ultraschallendoskops bietet den Vorteil eines Panorama-Rundumbildes, eine Dopplerfunktion zur Darstellung der Blutflussdynamik innerhalb der Blutgefäße sowie Bildgebungstechnologien wie Contrast Harmonic – Endoscopic Ultrasound (CH-EUS), mit denen Mikrogefäßstrukturen bis zu Kapillarperfusionen dargestellt werden können. So erhält man im Rahmen der Untersuchung weitere wertvolle Informationen, die Orientierung innerhalb des Gastrointestinaltrakts wird erleichtert, und die Eingriffszeit verkürzt sich.

Radialabtastung

Radialabtastung

Radialscan von Gallenblase, Pankreas, Leber und Hohlvene aus dem Bulbus duodeni

Radialscan von Gallenblase, Pankreas, Leber und Hohlvene aus dem Bulbus duodeni

Minisonden – 360°-Radialabtastung über den Arbeitskanal eines Standard-Endoskops

Zusätzlich zu dem beschriebenen Ultraschallendoskop bieten wir auch Ultraschall-Minisonden an. Mit ihrem sehr kleinen Durchmesser lassen sie sich durch den Arbeitskanal eines Standard-Endoskops schieben und machen einen Endoskopwechsel während der Untersuchung überflüssig. Außerdem ermöglicht die geringe Größe das Vorschieben der Minisonden in Bereiche, die mit einem Ultraschallendoskop nicht zugänglich sind (z. B. Pankreasgang und Gallengang). Minisonden ermöglichen darüber hinaus die Erzeugung von 3D-Ultraschall-Scans mit Funktionen wie Oberflächendarstellung, Rekonstruktionen in mehreren Ebenen oder Berechnung des Tumorvolumens.

Dual-Plane-Reconstruction (DPR)

Dual-Plane-Reconstruction (DPR)

3D-Darstellung des DPR-Scans

3D-Darstellung des DPR-Scans

180°-Linearabtastung

Die Linearabtastung erfasst einen Bereich von 180° und unterscheidet sich außerdem bei der Richtung der Ultraschall-Abtastebene. Die Linearabtastung dient der kontinuierlichen Darstellung der Nadelpassage in das Gewebe bei der Durchführung einer EUS-FNA oder anderer therapeutischer Eingriffe, wie etwa Pseudozystendrainage, Neurolyse des Plexus solaris oder Platzieren von Stents.

Linearabtastung

Linearabtastung

Linear-Scan während des Einführens einer Nadel im Rahmen einer EUS-FNA

Linear-Scan während des Einführens einer Nadel im Rahmen einer EUS-FNA

Abgesehen vom Einsatz der EUS in der Gastroenterologie wurde diese Technik auch in der Pneumologie als EUS-Verfahren für die Diagnose und das Staging von Lungenkrebs eingeführt. Die endobronchiale ultraschallgeführte (EBUS) Feinnadelaspiration (FNA) wurde entwickelt, um Gewebeproben aus dem Bronchialbaum und dem Mediastinum zu entnehmen, ähnlich wie bei der zuvor beschriebenen EUS-FNA.

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