Hygienesymposium im Rahmen von ‚Endoskopie live’

Nachlese der Diskussion über Leitlinien und Einwegendoskope

Gastgeber Professor Siegbert Faiss diskutierte mit renommierten Experten am 10. Juni 2021 am Vorabend des Kongresses ‚Endoskopie live’ in Berlin anstehende Änderungen in der Hygiene. Aufgrund der Pandemie wurde das Symposium digital durchgeführt. Im Zentrum der Präsentationen stand die Aktualisierung der RKI-Richtlinie zur Aufbereitung von flexiblen Endoskopen. Zudem entwickelte sich eine Diskussion über die künftige Bedeutung von Einmal-Endoskopen.

Der Chefarzt am Sana-Klinikum Berlin-Lichtenberg, Prof. Faiss, als Moderator, dazu die Vorsitzende der DEGEA, Ulrike Beilenhoff, der Fachgebietsleiter beim RKI für angewandte Infektions- und Krankenhaushygiene, Marc Thanheiser, sowie Christian Roth, Market Manager für Aufbereitung der Olympus Deutschland GmbH, sorgten als Referenten für eine hochkarätige Besetzung des Vorsymposiums. Sie widmeten sich den Regularien für die Endo­skop-Aufbereitung, da erstmals seit 2012 eine Änderung der RKI-Richtlinie zur Aufbereitung flexibler Endoskope ansteht. Obwohl der genaue Zeitplan noch nicht bekannt ist und noch Fragen offen sind, deutet sich laut Marc Thanheiser bereits an, dass die Aufbereitungsschritte künftig konkreter beschrieben werden. Im Vortrag von Ulrike Beilenhoff zeigte sich, dass europaweit viele Variationen in der Aufbereitung von flexiblen Endoskopen bestehen. Die europäischen ESGE-ESGENA-Richtlinien versuchen, durch eine ausführliche Beschreibung aller Schritte eine Harmonisierung zu erreichen.

Keine Einigkeit herrschte bei den Experten über die zukünftige Bedeutung von Einmal-Endoskopen. Christian Roth stellt eine vernünftige Kosten-Nutzen-Relation von Endoskopen als Einmal-Artikel infrage. Frau Beilenhoff betonte, dass im Bereich des Zubehörs die Einweglösungen bereits zunehmend etabliert werden. Dabei beziehen sich Einweglösungen nicht nur auf komplette Einmal-Endoskope. sondern auch auf Einwegventile und Einwegdistalenden. Die Aufbereitung von komplex aufgebauten Ventilen und Distalenden ist eine Herausforderung. Dabei stellen intelligente Einweglösungen eine Erleichterung in der Endoskopaufbereitung und eine zusätzliche Sicherheit dar.

Da endoskopische Eingriffe zunehmend komplexer werden, ist die Entwicklung von Spezialendoskopen zu einem marktgerechten Preis eine große Herausforderung für die Industrie. Der Wegfall von fehlerbehafteten Aufbereitungsprozessen erscheint jedoch als lohnendes Ziel.

Neben dem Risikomanagement wurde die Bedeutung der Trocknung gewürdigt. Christian Roth konnte bei seinem Vortrag über aktuelle Trends den praktischen Mehrwert für die Teilnehmer noch steigern, indem er Antworten zu Fragen gab, welche die Anwender regelmäßig an Olympus richten. Dabei wurde neben der Bedeutung der richtigen Chemikalien für die sichere Aufbereitung auch das komplexe Zusammenspiel zwischen Chemie, Maschine, deren Prozesse und der Endoskope deutlich. Auch wurden die Teilnehmer im Rahmen des Symposiums für die Validierung als Nachweis der Wirksamkeit vor Ort sensibilisiert. Während die regelmäßigen Funktionskontrollen durch die Anwender immer notwendig und in etwa mit dem Ölwechsel beim Auto zu vergleichen sind, entspricht die Validierung einer Hauptuntersuchung, wie sie beispielsweise an Prüfstellen des TÜV durchgeführt werden, so Christan Roth, der die virtuell durchgeführte Veranstaltung als vollen Erfolg wertet.

Richtigstellung


In der Druckausgabe 1 der ‚OLYMPUS informiert’, die im April 2021 erschienen ist, berichteten wir über die Ergebnisse einer Expertenrunde. Diese war im Rahmen des 23. Internationalen Endoskopie Symposiums Düsseldorf zusammengekommen, währenddessen erstmals ein Olympus Hygieneforum stattgefunden hatte. Wir berichteten irrtümlicherweise darüber, dass Frau Professorin Dr. Heike Martiny, TechnischeHygiene, Berlin, in ihrem Vortrag über die Bedeutung der Trocknung bei der Endoskop-Aufbereitung die ETD Double von Olympus genannt hatte. Diese Aussage entspricht nicht dem Gesamtkontext des Vortrags von Frau Professorin Dr. Heike Martiny, weshalb hiermit richtiggestellt sei, dass die Vortragende keine Aussage über die ETD Double von Olympus getroffen hat.

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