Prospektive Beobachtungsstudie (COLDSNAP-1)

Wirksamkeit und Sicherheit der Kaltschlingenpolypektomie von mittelgroßen Polypen (10 – 15 mm)

Ein Artikel von:

Ulrich J. D.1, Rechberger P.1, Abdelhafez M.1, von Figura G.1, Bachmann J.2, Wiessner J.1, Herner A. 1, Lahmer T. 1, Phillip V.1, Mayr U.1, Haller B.3, Jesinghaus M.4, Schmid R. M.1, Schlag C.1

  • 1 Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II, München, Deutschland
  • 2 Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Klinik und Poliklinik für Chirurgie, München, Deutschland,
  • 3 Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München, Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie, München, Deutschland,
  • 4 Technische Universität München, Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie, München, Deutschland

Hintergrund

Die Kaltschlingenpolypektomie (CSP) hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen und wird in der aktuellen ESGE-Leitlinie als Methode der Wahl für die Resektion von Polypen < 10 mm empfohlen. Im Vergleich zur Heißschlingenpolypektomie (HSP) verzichtet die CSP auf Elektrokauterisation und scheint bei vergleichbaren R0-Resektionsraten weniger unerwünschte Nebenwirkungen zu verursachen. Über die kompletten Resektionsraten der CSP bei Adenomen zwischen 10 und 15 mm ist bisher jedoch noch wenig bekannt. Die vorliegende Studie untersuchte die Effektivität und Sicherheit der CSP für diese Polypen.

Ziele und Methoden

In der vorliegenden prospektiven Beobachtungsstudie untersuchten wir die Wirksamkeit und Sicherheit der CSP mittelgroßer adenomatöser Polypen und sessil serratierter Läsionen (SSL) der Größe 10 – 15 mm. Geeignete Polypen wurden mittels CSP durch eine Hybridschlinge (SnareMaster Plus, Olympus) ohne vorherige Unterspritzung abgetragen. Der primäre Endpunkt war die histologisch komplette Resektion (R0-Resektion), welche durch histopathologisch adenomfreie Ränder des Polypen und residuumfreie Biopsien (4 x) der Abtragungsränder definiert war. Sekundäre Endpunkte waren die En-bloc-Resektionsrate, Unmöglichkeit der CSP mit Konversion zur HSP und das Auftreten von unmittelbaren und späten Blutungen, Schmerzen und Perforation.

Ergebnisse

Es wurden 39 Patienten mit 61 adenomatösen Polypen bzw. SSL in die Studie eingeschlossen. Die mittlere Polypengröße betrug 11,8 mm. 48 der 61 (78,7 %) Polypen konnten erfolgreich durch die CSP abgetragen werden, in 13 Fällen (21,3 %) war eine CSP nicht möglich und es erfolgte die unmittelbare Konversion auf HSP. Die R0- und En-Bloc-Resektionsraten der CSP betrugen 85,4 % (41/48) und 81,4 % (39/48). Insgesamt betrug die R0-Resektionsrate 80,3 % (49/61) bei einer En-Bloc-Resektionsrate von 78,7 % (48/61). Periinterventionelle Blutungen traten bei 28 Patienten auf und wurden durchschnittlich mit 2,1 Hämoclips versorgt. Komplikationen wurden keine beobachtet.

Fazit

Die Kaltschlingenpolypektomie (CSP) scheint ein wirksames und sicheres Verfahren bei der Resektion von Polypen der Größe 10 – 15 mm zu sein. Durch die Verwendung einer Hybridschlinge ist bei erfolgloser CSP eine sofortige Konversion zur HSP sicher möglich.

Kontakt & Support

Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Hilfe benötigen oder mehr über die Produkte oder Lösungen von Olympus erfahren möchten. Wir kümmern uns gerne um Ihre Anfrage.

Kontaktieren Sie uns
Support für Deutschland, Österreich und Schweiz
+49 40 23773-4777(DE)
+43 1 29101-500 (AT)
+41 44 947 66 81(CH)
Montag bis Donnerstag
8 - 17 Uhr, Freitags von 8 - 16 Uhr