Prozessoren und Lichtquellen im OP

Im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen rund um COVID-19 ergeben sich Fragen zur Sicherheit endoskopischer Eingriffe bei potenziell COVID-19-positiven Patienten sowie zu eventuellen Vorsichtsmaßnahmen, die bei der Verwendung von Olympus-Geräten wie den Olympus-Lichtquellen (z. B. der CLV-190 oder CLV-290) angewendet werden müssen.

Zusätzlich sei erwähnt, dass die (chirurgischen) Modelle der Lichtquellen, die im OP eingesetzt werden, keine Luftzufuhrfunktion haben.

Da es sich bei SARS-CoV-2 um einen neuartigen Infektionserreger handelt, liegen derzeit nur begrenzte Daten und Erkenntnisse vor. Daher sollten alle aktuellen Empfehlungen im Lichte der neuesten Erkenntnisse und Erfahrungen aus den verschiedenen Quellen kontinuierlich überprüft und bewertet und möglicherweise im Laufe der Zeit angepasst werden.

Was den medizinische Eingriff selbst betrifft, rät Olympus den Anwendern, sich an die offiziellen Empfehlungen von Aufsichtsbehörden und Berufsverbänden zu halten und kürzlich veröffentlichte Artikel über Erfahrungen mit SARS-CoV-2 zu lesen.

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist die Qualität der bei endoskopischen Eingriffen anzuwendenden Luft nicht speziell definiert. Die Qualität der hierfür verwendeten Luft (Raumluft im Behandlungszimmer) wird sowohl für das Personal als auch für den Patienten als ausreichend sicher erachtet, unabhängig vom Infektionsstatus des Patienten. Die Maßnahmen zur Prävention und Eindämmung von Infektionen müssen unabhängig voneinander angewendet werden. Das gilt sowohl für die Verwendung von Schutzausrüstung für das Personal als auch für die Reinigung und Desinfektion des Raums und/oder des Prozessors und der Lichtquelle nach jeder Prozedur.

Die Luft, welche während der Prozedur über die Lichtquelle erzeugt wird, benötigt keine spezielle Behandlung. Als zusätzliches risikobegrenzendes Verfahren können Ärzte erwägen, während des endoskopischen Eingriffs CO₂ anzuwenden und somit nur Gase mit einer definierten medizinischen Qualität für den Patienten zu verwenden. Diese Entscheidung sollte von den Fachkräften für Infektionsprävention der jeweiligen Einrichtung, dem Endoskopie-Personal und anderen Beteiligten getroffen werden. Die Verwendung von CO₂ ist in der Gebrauchsanweisung von Olympus, die der Lichtquelle beiliegt, nicht angegeben, sondern kann als zusätzliche Strategie zur Risikominderung für Einrichtungen, die COVID-19-positive Patienten behandeln, dienen.

Es liegt in der Verantwortung des klinischen Personals, eine abschließende Risikobewertung vorzunehmen und zu entscheiden, wie und mit welchen Einschränkungen medizinische Geräte eingesetzt werden können. Olympus wird jedoch auch weiterhin mit allen Partnern im Gesundheitswesen eng zusammenarbeiten, da wir alle gleichermaßen von der aktuellen Pandemie betroffen sind.