Allgemeine Informationen

Als vertrauenswürdiger Partner im Bereich der medizinischen Technologien und Dienstleistungen setzt Olympus alles daran, eine kontinuierliche Versorgung und Unterstützung der Kunden zu gewährleisten, sowohl im Büro als auch vor Ort.
Der Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und derer, die mit ihnen in Kontakt kommen, steht für Olympus an erster Stelle.
Im Hinblick auf persönliche Schutzausrüstung (PSA) folgt Olympus der Empfehlung der europäischen Behörden, dass die knappen Bestände an PSA in erster Linie Gesundheitseinrichtungen vorbehalten bleiben sollen. Deshalb setzen wir bei Olympus PSA verantwortungsbewusst und vor allem bei Aufgaben ein, die ein (unmittelbares) Infektionsrisiko bergen (z. B. vor Ort in einem Krankenhaus). Wir kombinieren unsere Maßnahmen zum Schutz der knappen Vorräte mit zusätzlichen Verhaltens- und Hygienerichtlinien.

Olympus beobachtet fortwährend die weltweiten Entwicklungen rund um die COVID-19-Pandemie und hat eine globale Projektgruppe zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität eingerichtet.
Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und der Patienten, die sie behandeln, sind uns sehr wichtig. Wir tun alles, was wir können, um die Versorgung aufrechtzuerhalten, sind aber auch vorsichtig, was eventuelle Risiken betrifft. Unsere besondere Aufmerksamkeit richten wir auf die Partner im Gesundheitswesen, die bei der Bewältigung dieser globalen Krise an vorderster Front stehen.

Die Olympus Reparaturzentren streben hohe hygienische Standards an, um unsere Kunden und Patienten sowie unsere Mitarbeiter zu schützen. Es gibt folgende Phasen innerhalb des Reparaturprozesses, in denen ein potenzielles Infektionsrisiko besteht:

  • Registrierung und CDS-Bereich (Cleaning, Desinfection, Sterilisation)

Da es keine Garantie dafür gibt, dass die in den Reparaturwerkstätten von Olympus erhaltenen medizinischen Instrumente vom Anwender ordnungsgemäß gereinigt, desinfiziert und/oder sterilisiert wurden, muss jedes Instrument während der Registrierung als kontaminiert behandelt werden. Jeder Mitarbeiter, der in engen Kontakt mit den Instrumenten und deren Verpackung kommt, muss entsprechende Schutzkleidung tragen.

Als zusätzliche Sicherheitsvorkehrung müssen alle Verpackungen wie Koffer oder Einlagen mit Desinfektionstüchern gereinigt werden. Verpackungsfolien müssen in verschließbaren Abfallbehältern für biologisch gefährliche Stoffe entsorgt werden, und sämtliche Papiere müssen gescannt und ebenfalls sicher entsorgt werden. Nach dem Auspacken des zu wartenden Produkts ist eine Reinigung und Desinfektion in Endo-Thermo-Desinfektionsgeräten (ETD) vor der weiteren Handhabung obligatorisch. Wenn der technische Zustand eines Instruments den Desinfektionsprozess in einem ETD nicht zulässt, muss das Instrument einen manuellen Reinigungs- und Desinfektionsprozess oder einen Gassterilisationsprozess durchlaufen. Mit diesen klaren Schritten, die Teil von mehr als 60 verbindlichen Hygienestandards, Reparaturrichtlinien, Inspektionsmethoden und Qualitätskontrollen sind, gewährleistet Olympus eine sichere Arbeitsumgebung und hohe OEM-Standards für seine Instrumente.

In den Gebrauchsanweisungen von Olympus wird die Aufbereitung des jeweiligen Instruments gemäß dem neusten Stand der Technik beschrieben. Deshalb sind die Sicherheitsmaßnahmen so ausgelegt, dass die Übertragung jeglicher pathogener Mikroorganismen vom Instrument vermieden wird, sowohl auf

  • die Krankenhausmitarbeiter (Personalsicherheit) als auch auf
  • den nächsten Patienten (Patientensicherheit).

Bei den Aufbereitungsanweisungen geht Olympus davon aus, dass das Instrument nach jeder Behandlung durch organische Verschmutzungen potenziell mit einer hohen Beladung an Mikroorganismen jeglicher Art (auch äußerst infektiösen und resistenten) verunreinigt sein kann. Daher gewährleisten die Aufbereitungsanforderungen und -anweisungen eine sichere Aufbereitung:

  • nicht nur gegen SARS-CoV-2,
  • nicht nur während einer Pandemie,
  • nach jeder einzelnen Behandlung/Prozedur.

Bitte nutzen Sie zusätzlich zur Gebrauchsanweisung die geltenden örtlichen Richtlinien, Empfehlungen und bewährten Verfahren als erste Informationsquelle.

Internationalen Gesundheitsgesellschaften wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der World Endoscopy Organization (WEO) zufolge sind für die Instrumentenaufbereitung keine zusätzlichen Verfahren erforderlich, da Coronaviren, einschließlich des COVID-19-Virus (SARS-CoV-2), durch viele gebräuchliche Desinfektionsmittel bzw. bewährte Standardverfahren inaktiviert werden können.

Unsere Kunden können ihre wiederverwendbaren Instrumente weiterhin sicher verwenden, wenn sie die Gebrauchs- und Aufbereitungsanweisungen genau befolgen und die in ihren jeweiligen Märkten üblichen bewährten Verfahren der Aufbereitung anwenden.

Aufgrund seiner Größe und Hülle ist SARS-CoV-2 sehr anfällig für chemische und physikalische Angriffe. Das Händewaschen mit Wasser und Seife etwa 20 Sekunden lang gilt als hochwirksame Maßnahme. Händedesinfektionsmittel, vorzugsweise auf Alkoholbasis (Isopropanol und Ethanol), sind ebenfalls hochwirksam, solange sie als viruzid gekennzeichnet sind.* Sowohl Seife als auch Alkohol lösen die Fettmembran der Hülle auf, sodass das Virus wie ein Kartenhaus zusammenfällt und inaktiv wird. Bitte beachten Sie die angegebenen Kontaktzeiten für die Chemikalien und stellen Sie sicher, dass diese jeden Teil der Hand bedecken.

*Klassifikation als „begrenzt viruzide" und „viruzide“ Desinfektionsmittel
Gemäß EN 14476/EN 17111 oder nationalen Instituten wie der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e. V. (DVV).

Überprüfen Sie die Kennzeichnung Ihres Desinfektionsmittels.
„Begrenzt viruzid*“ (= wirksam gegen behüllte Viren) oder „viruzid*“ (= wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren).
Daher sind auch als „begrenzt viruzid“ gekennzeichnete Desinfektionsmittel gegen SARS-CoV-2 wirksam.

Das Tragen von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) schützt Sie vor der Übertragung von Krankheitserregern bei der Aufbereitung. Achten Sie auf die korrekte Verwendung der PSA, insbesondere zum Schutz der Schleimhäute in Mund, Nase und Augen vor dem Kontakt mit Aerosolen/Tröpfchen. Spezifische Hinweise zu geeigneter PSA im Falle von COVID-19 sowie zum korrekten Anlegen und Ablegen finden Sie in den nationalen und länderübergreifenden Leitlinien z. B. des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC), der World Endoscopy Organization (WEO) oder der European Society of Gastroenterology and Endoscopy Nurses and Associates (ESGENA).