Hamburg, 29.05.2017 | Story | Unternehmen „Wir müssen neu lernen zu lernen“

Wenn mir ein Kollege erklärt wie das Intranet funktioniert oder die Vorteile der neuen PEN erläutert, heißt das soziales Lernen. Denn wir lernen etwas interaktiv voneinander. Warum diese Art des Lernens wichtig ist und wie es Olympus gelingt, zu einer lernenden Organisation zu werden, erzählt Dr. Uta Renken, Head of Knowledge Management.

Mitarbeitergeschichten
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If you get stuck, just let me know

Das Olympus-Intranet war das erste Projekt, das EMEA-weit bei Olympus nach dem Prinzip des sozialen Lernens ausgerollt wurde. Statt nur Workshops zu veranstalten, in denen jemand die Funktionen des neuen Intranets erklärt, wurden pro Standort neben offiziellen Intranetmanagern freiwillige Guides gesucht. Insgesamt 145 Mitarbeiter meldeten sich, um ihren Kollegen das Intranet „Olympus.connect" näherzubringen. Auch über den Rollout hinaus helfen sie als Ansprechpartner bei Fragen, Problemen oder Anregungen und zeigen, wie man Olympus.connect nutzen kann. „Die Einführung des Intranets war erfolgreich, weil es ein Projekt von Mitarbeitern für Mitarbeiter war und immer noch ist. Jeder hat vor Ort seinen eigenen Ansprechpartner, an den er sich wenden kann. Zusätzlich sieht er, wie andere mit Olympus.connect arbeiten. Durch die Beobachtung lernt er wie es geht“, sagt Dr. Uta Renken. „Und genau das ist das Prinzip des sozialen Lernens.“ Auch während der Einführung von SAP wurde auf diese Logik gesetzt. Hierbei wurden zwar pro Aufgabenbereich Key User benannt, die Idee ist jedoch dieselbe: Mitarbeiter vermitteln als Experten Wissen an ihre Kollegen.

Can you show me something?

Hilfsbereitschaft aktiv nutzen

Olympus.connect und SAP sind große Projekte bei Olympus, in denen auf neue Lernformen gesetzt wird. Soziales Lernen findet aber auf allen Ebenen statt: angefangen von der Wissensvermittlung bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter bis hin zur engen Zusammenarbeit zwischen Führungskräften, die ihre eigenen Fähigkeiten im Rahmen des Leadership Competence Modells weiterentwickeln wollen. „Wir befinden uns in der digitalen Transformation. Weil wir nicht wissen, was in Zukunft auf uns zukommt, müssen wir Schritt halten mit der Entwicklung“, so Renken, die sich bereits während ihrer Promotion ausführlich mit dem Thema Management von Informationssystemen beschäftigte.

„Das schaffen wir nur, indem wir kontinuierlich voneinander lernen. Bereits jetzt gibt es eine große Hilfsbereitschaft unter den Kollegen. Diese müssen wir aktiver denn je nutzen – indem wir neu lernen zu lernen.“ Dr. Uta Renken, Head of Knowledge Management

Dazu gehört nicht nur, dass sich Mitarbeiter stärker vernetzen und austauschen. Sondern auch, dass Wissen von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen, gesichert wird. „Wir wollen langjährige, ausscheidende Mitarbeiter gerne begleiten und ihr Wissen sichern. Durch die systematische Sammlung von Know-how soll kein Wissen mehr verloren gehen“, sagt Renken. Ein ambitioniertes Ziel.

Hilfe zur Selbsthilfe

Vor drei Jahren baute Renken die Abteilung Knowledge Management auf. Olympus.connect war das erste Projekt des Teams. Mittlerweile zählen vier Mitarbeiter zur Abteilung. „Unsere Aufgabe ist es in erster Linie, ein Fundament zu schaffen, um die Wissensverteilung zu verbessern. Wir erarbeiten Konzepte, die wir unseren Kollegen anbieten und unterstützen sie dann bei der Umsetzung. Dazu gehört zum Beispiel die Planung von Projekt-Communities oder das Begleiten von Verantwortungsübergaben“, sagt Renken. „Wir geben also Hilfe zur Selbsthilfe.“ Langfristig soll das eigenständige Vermitteln und Nutzen von Wissen mehr denn je Teil der Unternehmenskultur werden. Und Olympus zu einer lernenden Organisation, die perfekt für die Zukunft gerüstet ist – egal, was kommt.