Hamburg, 13.11.2017 | Story | Karriere Reinventing Leadership

Was können wir von unseren Führungskräften erwarten und welche Kompetenzen sollten sie mitbringen? Das hat Olympus mit seinen sechs Führungskompetenzen definiert. Um dieses gemeinsame Verständnis von Führung zu etablieren, gibt es seit dem vergangenen Geschäftsjahr die Olympus Leadership Academy. Wie das Programm bisher läuft, haben uns drei Führungskräfte erzählt.

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Quote Thomas Admans

Thomas Admans, Assistant Financial Controller, Olympus Surgical Technologies Europe, UK

Gut geführte Mitarbeiter sind engagierte Mitarbeiter. Denn wer von seinem Vorgesetzen in dem, was er tut bestärkt wird, Feedback für seine Arbeit und klare Ziele erhält, ist automatisch motivierter. Denkt über den Tellerrand hinaus, stellt sich zuversichtlich neuen Herausforderungen – und sorgt so dafür, dass das Unternehmen noch erfolgreicher wird. Eine gute Mitarbeiterführung ist also essentiell für den Erfolg eines Unternehmens. Das hat auch die Mitarbeiterumfrage 2014 bestätigt. Anlass für das Management Board, sich für ein einheitliches Führungsverständnis einzusetzen. Und so wurde die Idee zur Olympus Leadership Academy (OLA) geboren.

Training zum Leader

Ziel des Programms ist, die Führungskompetenzen der Teilnehmer für ihren Alltag zugeschnitten zu entwickeln und so gemeinsam Olympus EMEA in die Zukunft zu führen. Gemeinsam mit Regional Managing Directors, Regional Division Managers, Olympus Europa (OEKG) Direktoren – so genannten Sponsoren – sowie externen Partnern hat die Personalabteilung etwa sechs Monate daran gearbeitet, ein Programm aufzusetzen, deren Formate den Herausforderungen an die jeweilige Führungsaufgabe entsprechen. Für jedes Training, das die Personalentwicklung ausgearbeitet hat, gibt es mehrere Sponsoren aus dem Senior Management – sie haben Feedback zur inhaltlichen Ausgestaltung gegeben und die Trainer mit ausgewählt. Die Leadership Academy ist somit aus dem Unternehmen heraus entstanden. Um sicherzustellen, dass die Trainings wirksam sind und eine hohe Qualität haben, führt die Personalabteilung nach jedem Training eine Zufriedenheitsbefragung durch. So soll das Programm kontinuierlich aktualisiert und weiterentwickelt werden.

„Menschen zu leiten, ohne ihnen den Weg genau vorzugeben oder Entscheidungen für sie zu treffen – das macht für mich einen guten Führungsstil aus. Denn dadurch schafft man es, das Potential seiner Mitarbeiter zu entfalten und sie für kommende Herausforderungen zu stärken.“ Ivana Madunic, Chief financial officer, Olympus Czech Group

Wie dies gelingt, erfuhr Ivana Madunic im dreitätigen Training „Development of Self and Others“. In diesem Seminar geht es vor allem darum, an seinen eigenen Stärken und Schwächen zu arbeiten sowie zu lernen, seine Mitarbeiter professionell und persönlich weiterzuentwickeln. „Der Kurs und der Austausch mit den Kollegen hat mir sehr geholfen, meinen eigenen Führungsstil zu begreifen und zu sehen, wie er von anderen wahrgenommen wird“, sagt Madunic. „Das hat mich beflügelt und motiviert.“ Im Alltag profitiert sie schon jetzt von den Techniken, die sie im Kurs gelernt hat. „Unsere Kommunikation im Team hat sich vereinfacht. Wir haben zudem unser Zeitmanagement und unsere Aufgabenverteilung verbessert. Auch die Motivation, sich neuen Herausforderungen zu stellen, ist gestiegen. Das ist für mich ein sehr positives Ergebnis“, so Madunic. In Zukunft möchte sie noch mehr über Konfliktlösung und Change Management lernen.

Quote Klaus Eißing

Klaus Eißing, Head of Coordination Olympus Region Central, Olympus Deutschland GmbH

Praxistipps für den Alltag

Klaus Eißing nahm am Training „Enhancing Leadership“ teil. In diesem Seminar geht es darum, die sechs Olympus Führungskompetenzen zu vertiefen und diese für seine eigene Rolle zu übersetzen. „Das Training hat die Führungskompetenzen gut vermittelt“, so Eißing. „Vor allem der starke Praxisbezug hat mir geholfen, bereits während des Seminars an eigenen Schwerpunkten zu arbeiten und Handlungsempfehlungen mitzunehmen, die sich gut im Alltag anwenden lassen.“ Was er darüber hinaus gelernt hat: Welchen Einfluss die unterschiedlichen Wertevorstellungen und kulturellen Besonderheiten selbst innerhalb Europas auf das direkte Führungsverhalten haben. Denn an dem Seminar nahmen Kollegen aus ganz EMEA teil. Um seinen Führungsstil gezielt weiterzuentwickeln, wünscht sich Eißing Vertiefungsseminare. Besonders interessiert ist er an “Strategic Leadership“, da dieser in der regionalen Länderstruktur eine zunehmend wichtige Rolle spielt.

Deligieren will gelernt sein

Menschen zu bestärken, statt sie zu kontrollieren – das war mit die wichtigste Erkenntnis, die Toby Admans aus dem Training „Enhancing Leadership“ mitgenommen hat. „Mein Team würde mich wahrscheinlich als eine Art Kontrollfreak bezeichnen“, so Admans. „Im Seminar habe ich gelernt, dass Delegieren nicht bedeutet, Kontrolle zu verlieren.“ Diesen Vorsatz konnte er nach seiner Rückkehr auch direkt im Alltag anwenden. „Innerhalb von wenigen Stunden habe ich ein paar Verbesserungen vorgenommen. Änderungen, die ich vorher nie in Betracht gezogen hätte.“ Beflügelt von seinen neuen Erkenntnissen, freut sich Admans auf weitere Seminare. „Der Kurs hat mir viele Bereiche aufgezeigt, die ich weiter verbessern kann. Darauf freue ich mich schon jetzt.”