Hamburg, 01.11.2017 | Story | Soziale Verantwortung Das sind die Gewinner des Volunteering Awards 2017

Im Sommer startete der Aufruf zur Teilnahme an alle ehrenamtlich engagierten Olympus-Mitarbeiter in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Nun stehen die Gewinner fest: Sarah Johansson, Christina Smedberg und Cindy Last konnten mit ihren sozialen Projekten besonders überzeugen.

  • Teilen:
Sarah Johannson

Olympus-Mitarbeiterin Sarah Johansson

Mit dem Volunteering Award zeichnet Olympus dieses Jahr erneut Mitarbeiter aus, die sich in ihrer Freizeit gemeinnützig engagieren. Mitarbeiter aus ganz EMEA (Europe, Middle East and Africa) konnten sich um eine finanzielle Unterstützung für ihr Herzensprojekt bewerben. Sarah Johansson (Olympus Deutschland), Christina Smedberg (Olympus Italia) und Cindy Last (Olympus Surgical Technologies Europe) sind die Gewinner 2017. Sie belegen Platz 1 bis 3 und werden für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Die Prämie von insgesamt 10.000 Euro wird nun an drei gemeinnützige Organisationen verteilt.

Platz 1: Integration durch Sport bei Mini Giants

Sarah Johansson ist Produktmanagerin bei Olympus Deutschland und schlüpft in der Freizeit gerne in ihre Boxhandschuhe, denn: „Boxen ist seit fast 12 Jahren mein Hobby und das großartige an der Sportart ist ihr integrativer Charakter“. Das brachte Sarah und zwei Bekannte von den Hamburg Giants, einem Boxclub aus der ersten Bundesliga in Hamburg (Deutschland), auf eine Idee: Sie gründeten die Mini Giants – ein Projekt für Kinder und Jugendliche, die durch den Sport sozial integriert werden sollen.

"Dabei zählen aber nicht Medaillen, sondern Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstsein"Sarah Johansson

Ziel von Mini Giants ist es, junge Menschen aller Nationalitäten, zwischen elf und 16 Jahren und mit schwierigen Lebensumständen dabei zu unterstützen, ihren Platz in der sozialen Gemeinschaft zu finden. „Das wollen wir zum einen über den Sport erreichen. Dabei zählen aber nicht Medaillen, sondern Gemeinschaftsgefühl und Selbstbewusstsein – beides gewinnt man durch den Sport. Darüber hinaus unterstützen wir die Mini Giants aber auch bei den typischen Problemen, die in der Pubertät aufkommen, vor allem bei schlechten Familienverhältnissen. Wenn es in der Schule beispielsweise nicht gut läuft und die Unterstützung von zuhause dafür fehlt, bieten wir Nachhilfe an“, erklärt Johansson als Mitgründerin von Mini Giants. Da das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt ist ganz klar, für was das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verwendet werden soll: „Wir müssen die Mini Giants bekannt machen. Dazu gehören unter anderem ein Logo oder eine Webseite. Ganz wichtig ist es auch, dass wir unser Sponsorennetzwerk erweitern, um den Kindern regelmäßig Trainingslager oder Nachhilfestunden anbieten zu können. Das Preisgeld ist somit ein wertvolles Startkapital für Mini Giants“.

Platz 2: Gemeinsam gegen den Krebs bei LILT

Christina Smedberg

Die Zweitplatzierte Christina Smedberg

„Jeden Samstagmorgen lerne ich Menschen kennen, die mich zutiefst beeindrucken und mir Lebensfreunde und Durchhaltevermögen demonstrieren“, reflektiert Christina Smedberg, Assistentin der Geschäftsführung bei Olympus Italia. Denn dann trifft sie krebskranke Patienten zum persönlichen Gespräch. Christina ist ehrenamtliche Helferin bei LILT (kurz für „Lega Italiana per la Lotta contro i Tumori“). Die Organisation unterstützt krebskranke Patienten sowie deren Verwandte und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Krankenhäusern in ganz Italien.

„Jeden Samstagmorgen lerne ich Menschen kennen, die mich zutiefst beeindrucken und mir Lebensfreunde und Durchhaltevermögen demonstrieren.“Christina Smedberg

Christina arbeitet für LILT in Mailand. Im Istituto Nazionale dei Tumori, eines der wichtigsten Krankenhäuser und Krebszentren des Landes, kümmert sie sich im Speziellen um Patienten mit Lungenkrebs, die gerade vor einer Operation stehen oder diese hinter sich haben. „Ich rede mit den Patienten, höre zu und helfe ihnen die Geschehnisse zu verarbeiten. Die Menschen können mit mir ihre Sorgen und Ängste teilen und oft erleben wir gemeinsam auch positive Momente und lachen zusammen“, erklärt Christina. Doch nicht jeder darf in direkten Kontakt mit den Patienten treten: Ein Eignungstest mit mehr als 500 Fragen und ein anschließendes psychologisches Interview sind dazu vorab nötig. Wofür das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro eingesetzt wird? „Das Geld wird im Bereich Social Services von LILT eingesetzt, durch den die freiwilligen Helfer die Krebspatienten direkt zuhause sowohl mental als auch finanziell unterstützen können, wenn diese auf Grund der Krankheit in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind oder nur noch schwer das Haus verlassen können. Oft wird dabei Bargeld direkt durch die freiwilligen Helfer für die wichtigsten Bedürfnisse an die Patienten übergeben“, sagt Christina Smedberg.

Platz 3: Für mehr Wärme im Winter – die Antikältehilfe St. Pauli

Cindy Last

Cindy Last, Mitarbeiterin bei Olympus Surgical Technologies Europe

Der Verein Antikältehilfe St. Pauli setzt sich besonders im Winter für Obdachlose im Hamburger Stadtteil St. Pauli ein, der vor allem für seine Ausgehmeile rund um die Reeperbahn bekannt ist. „Wir geben obdachlosen Menschen und ihren vierbeinigen Freunden Zelte und Schlafsäcke, Kleidung oder auch warmes Essen“, erklärt Cindy Last, die in der Faserverarbeitung bei Olympus Surgical Technologies Europe tätig ist und sich seit 2016 in dem Verein engagiert.

„Neben Sachspenden und einer medizinischen Versorgung finden die Menschen bei uns auch ein offenes Ohr.“Cindy Last

Zu den Tätigkeiten der Antikältehilfe gehört aber noch viel mehr: „Neben Sachspenden und einer medizinischen Versorgung finden die Menschen bei uns auch ein offenes Ohr. Wir sprechen mit ihnen auf Augenhöhe und fördern ihre soziale Interaktion“. Besonders intensiv arbeitet Cindy Last auch im Bereich Organisation mit. Dazu gehören bspw. die Planung von Sammelaktionen oder das Portionieren von Tierfutter. Das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro wird dringend benötigt. „Für den kommenden Winter brauchen wir noch viel Material als Neuware, z.B. Unterwäsche, Strümpfe und Hygieneartikel. Aber auch Marketingmaterial wollen wir erstellen, um noch mehr Obdachlose in St. Pauli auf unsere Aktionen aufmerksam zu machen“, berichtet Cindy Last.

Vielfältiges soziales Engagement

„Alle Projekte, die dieses Jahr eingereicht wurden, schildern eindrücklich das Engagement unserer Mitarbeiter. Es ist sehr interessant zu sehen, wie vielfältig sich die Kollegen engagieren. Um dieses Engagement zu unterstützen, vergibt Olympus jeweils 200 Euro zusätzlich an die übrigen eingereichten Projekte“, sagt Juliane Hüppe, Department Manager Human Resources Development bei Olympus Europa und Initiatorin des Social IN Committees, das die Gewinner ausgewählt hat. „Die Entscheidung wurde vor allem danach getroffen, wer sich am meisten persönlich im Projekt einbringt, dabei auch außerhalb der eigenen Komfort-Zone handelt und ein tolles Projekt wirkungsvoll unterstützt. Alle drei Gewinner erfüllten diese Kriterien in besonderem Maße.

Das Social IN Commitee

Im Rahmen der Unternehmensphilosophie Social IN legt Olympus großen Wert auf verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und unterstützt daher auch Projekte, bei denen sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren. Die Entscheidung für die Volunteering-Award-Gewinner wird dabei vom Social IN Committee getroffen. Es setzt sich aus acht CSR-Verantwortlichen zusammen, welche die verschiedenen Divisionen und Regionen in EMEA vertreten. Das Komitee ist für die strategische Weiterentwicklung von CSR bei Olympus verantwortlich und trifft CSR-Entscheidungen im Hinblick auf eine möglichst nachhaltige Wirkung in der Gesellschaft.