Hamburg, 17.09.2020 | Pressemitteilung | Kamera & Audio recommended in Frankfurt

Fotografie Forum Frankfurt eröffnet die Ausstellung „RECOMMENDED OLYMPUS FELLOWSHIP“ Laufzeit: 19. September bis 25. Oktober 2020

Am Freitag, den 18. September, öffnet ab 16 Uhr im Fotografie Forum Frankfurt die Ausstellung RECOMMENDED OLYMPUS FELLOWSHIP. Unter diesem Titel werden die Werke der Stipendiat*innen Karla Hiraldo Voleau, Tobias Kruse und Mika Sperling, die im Rahmen des Stipendiums recommended entstanden sind, bis zum 25. Oktober 2020 der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist bereits die zweite Runde des von Olympus 2017 initiierten Stipendiums recommended, das in Partnerschaft mit den Deichtorhallen Hamburg, Foam Fotografiemuseum Amsterdam und Fotografie Forum Frankfurt zur Förderung künstlerischer Fotografie konzipiert wurde. Die von den Kurator*innen ausgewählten Stipendiat*innen erhalten ein Jahr lang persönliche Coachings sowie finanzielle Unterstützung und Equipment von Olympus. Anschließend werden die Werke in den drei renommierten Ausstellungshäusern gezeigt. In den fotografischen Projekten des zweiten recommended-Jahrgangs 2019/2020 geht es um die Dating-Kultur in Japan, die Stimmung im Osten Deutschlands und die Beziehungen zwischen Mutter, Tochter und Schwiegermutter mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln. Für ihre Themen haben alle drei Künstler*innen jeweils einen sehr persönlichen Zugang gewählt.

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Interessiert an der Dating-Kultur Japans, flog Karla Hiraldo Voleau für ihre Serie „I Have Nothing to Tell You” nach Tokio und Osaka. Auf den Dächern der Stadt gelang es ihr, in einem geschützten Raum einen offenen Austausch mit jungen Japaner*innen über Liebe, Emotion und Traditionen zu führen und sich dabei auch mit ihrer eigenen, inzwischen zu Ende gegangenen Beziehung auseinanderzusetzen. Das Schreiben von Gedanken auf die Haut ihrer Kommunikationspartner ermöglichte einen intimen Moment des Sich-Öffnens und Mitteilens über Grenzen hinweg.

Für seine Werkserie „Deponie“ fuhr Tobias Kruse 8.000 Kilometer durch den Osten der Republik, um Gefühle der Angst, Unsicherheit und Wut in der aktuellen ostdeutschen Gesellschaft einzufangen. Die fotografischen Eindrücke funktionieren zugleich als Rezeption seiner Erinnerungen an seine Jugend in den neuen Bundesländern in den 1990er Jahren. Ausgangspunkt und Namensgeber der Werkserie ist die Sondermülldeponie Ihlenberg, auf welcher der Westen vor dem Mauerfall seinen Sondermüll entsorgte. Den Titel seiner Arbeit versteht Kruse auch als Metapher für die gesellschaftlichen Verhältnisse damals und heute.

Mika Sperling, geboren in Russland als Tochter einer deutschstämmigen Mennoniten-Familie, aufgewachsen in Deutschland und inzwischen verheiratet mit einem Partner mit vietnamesischen Wurzeln, untersucht den Einfluss von Multikulturalität auf Beziehungen. In ihrem Projekt „Mother Tongue“ reflektiert die jüngst selbst Mutter gewordene Künstlerin das Beziehungsgefüge zwischen ihrer vietnamesischen Schwiegermutter, ihrer Tochter und sich selbst, insbesondere am Beispiel von Sprache.

Im Anschluss an die Ausstellung im Fotografie Forum Frankfurt (Laufzeit: 19. September bis 25. Oktober 2020) werden die Werke vom 15. Januar bis 11. April 2021 im Foam Fotografiemuseum Amsterdam gezeigt.

Karla Hiraldo Voleau (*1992, Santo Domingo, Dominikanische Republik) studierte Fotografie an der École de Condé, Paris und an der ECAL in Lausanne. Ihre Arbeiten drehen sich um Identität, Verwundbarkeit und Liebe sowie Geschlechterrollen und Mechanismen in der Beziehung zwischen Frauen und Männern. „Sie ist ihre eigene Protagonistin, und diese Position macht ihre Arbeit zutiefst persönlich“, so Kim Knoppers, Kuratorin am Foam.

Tobias Kruse (*1979, Waren/Müritz, Deutschland) studierte Grafik-Design und Fotografie an der Ostkreuzschule Berlin und ist Mitglied bei Ostkreuz – Agentur der Fotografen. Er arbeitet an persönlichen, künstlerisch-dokumentarischen Fotoprojekten und „verbindet die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit mit einer seiner Bildsprache innewohnenden explosiven Poesie“, so Ingo Taubhorn, Kurator am Haus der Photographie / Deichtorhallen Hamburg.

Mika Sperling (*1990, Norilsk, Russland) studierte Kommunikations-Design an der Hochschule Darmstadt und Fine Arts am San Francisco Art Institute. Sie arbeitet biografisch und untersucht die Komplexität von Multikulturalität, Identität und Ort am Beispiel ihrer eigenen Erfahrung. „Sperling repräsentiert eine neue Generation von Foto-Essayisten, die historische und biografische Referenzen aufgreifen und mit neuen Medien kombinieren, um die Interaktion mit dem Betrachter zu erweitern“, sagt Celina Lunsford, Kuratorin des Fotografie Forum Frankfurt.

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