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Unterwasserfotografie
Faszinierende Welten voller Farben und Details, die dem fotografischen Auge ohne Spezialausrüstung verschlossen bleiben.
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Digitale Unterwasserfotografie mit dem E-System
| Faszinierende Welten voller Farben und Details, die dem fotografischen Auge ohne Spezialausrüstung verschlossen bleiben: Die Unterwasserfotografie zählt zu den letzten großen Abenteuern der modernen Lichtbildnerei und liefert Motive von atemberaubender Schönheit - das richtige Equipment und einige Kenntnisse vorausgesetzt. Unser Workshop macht Sie fit für die Theorie und Praxis dieser ganz speziellen Art der Digitalfotografie mit dem Olympus E-System. | |
Das Equipment
Olympus zählt zu den absoluten Spezialisten für die digitale Unterwasserfotografie und bietet eigene Gehäuse für verschiedene Digitalkompakte und das E-System an. Gerade die Kameras und Objektive des E-Systems eignen sich hervorragend für die Ansprüche der Fotografie unter Wasser und sind bei vielen professionellen Unterwasserfotografen im Einsatz.
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Klare Argumente sprechen für das E-System: Exzellente Weitwinkelzooms wie das ZUIKO DIGITAL ED 7-14 mm 1:4,0 oder das ZUIKO DIGITAL 11-22 mm 1:2,8-3,5, leistungsstarke Systemblitzgeräte wie das FL-36 oder das FL-20 und natürlich die innovativen Olympus SLR-Kameras wie die E-330 mit neuartiger Live View-Technologie zur Betrachtung des Motivs auf dem LCD-Monitor vor der Aufnahme. Endlich muss der Taucher zur Bildkomposition nicht mehr durch den optischen Sucher schauen, sondern gestaltet das Bild bequem auf dem großen und brillanten 6,4 cm/ 2,5" HyperCrystal LCD. |
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Für die Olympus Systemblitze sind ebenfalls spezielle Unterwasser-Gehäuse erhältlich: |
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Vorbereitungen
Für weniger erfahrene Unterwasserfotografen gilt: Üben Sie mit dem kompletten Equipment trocken, also an Land, und gehen Sie sämtliche Bedienschritte durch. Die genaue Kenntnis der Kamera und ihrer Funktionen ist für erfolgreiche Unterwasser-Fotos unabdingbar.
Vor dem Tauchgang müssen Sie den Dichtungsring ("O-Ringe") vorsichtig aus dem Gehäuse entnehmen und mit einem von Olympus empfohlenen Schmiermittel sorgsam einfetten. Falls nötig, reinigen Sie den O-Ring zuvor mit einem sauberen, fusselfreien Tuch. Für den Tauchgang darf keinerlei Schmutz auf der Dichtung liegen, selbst ein vergessenes Haar kann die Dichtigkeit bei hohen Drücken beeinträchtigen. Fetten Sie den O-Ring zurückhaltend ein, zuviel Schmiermittel schadet eher.
Legen Sie die Kamera vorsichtig und ohne Druck in das Gehäuse und platzieren Sie am besten zusätzlich einen kleinen Beutel Trockenmittel (Silica Gel) an einer freien Stelle. Das Trockenmittel verhindert, dass bei Tauchen durch den Temperaturunterschied zwischen der warmen, feuchten Luft im Gehäuse und dem kalten Wasser Feuchtigkeit kondensiert und das Gehäuse von innen beschlägt. Damit das Silica Gel seine volle Wirkung entfaltet, sollten Sie es ein paar Stunden vor dem Tauchgang einlegen.
Die Aufnahme
Im nassen Element gelten andere optische Regeln als an Land. So verlängert sich beispielsweise wegen der anderen Lichtbrechung die Brennweite unter Wasser um den Faktor 1,33. Aus diesem Grund sind Weitwinkelobjektive erste Wahl. Sie sorgen auch dafür, dass sich zwischen Kamera und Objekt möglichst wenig Distanz (= Wasser) befindet, was die Menge der im Wasser befindlichen Schwebstoffe und damit die Beeinträchtigung der Bildqualität vermindert.
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Auch die Lichtfarbe ändert sich unter Wasser rapide: Weil langwelliges Licht leichter absorbiert wird als kurzwelliges, verschwinden die Rotanteile des Lichts viel schneller als das kurzwellige Blau-Spektrum. Bereits ab einer Tiefe von rund drei Metern sind kaum noch rote Lichtanteile im Wasser vorhanden, in fünf Metern Tiefe verschwindet auch das Orange, und ab rund 25 Metern sind nur noch blaue Lichtanteile im Wasser vorhanden. Darauf müssen Sie den Weißabgleich der Kamera einstellen. Tipp: Nehmen Sie einen manuellen Weißabgleich (am besten mit Hilfe einer wasserdichten Graukarte vor) oder benutzen Sie die praktischen Motivprogramme "Unterwasser" und "Unterwasser Makro" der Olympus E-330. Sie sind exakt auf die speziellen Anforderungen abgestimmt und liefern schnell und bequem erstklassige Ergebnisse. |
Die Belichtungsmessung können Sie der sicheren ESP-Mehrfeldmessung Ihrer E-System-Kamera überlassen, und auch der Autofokus leistet unter Wasser ebenso gute Dienste wie an Land. Tipp: Wer die Olympus E-330 ab Firmware-Version 1.2 nutzt, kann auch im Live View Modus B (Makro Live View) durch Drücken der AEL-Taste den Autofokus zuschalten.Grundsätzlich gilt: Gehen Sie nahe ran ans Objekt, nehmen Sie Ihr Motiv möglichst formatfüllend auf und fotografieren Sie idealerweise in einem nach oben gerichteten Winkel, um möglichst viel Licht von der Oberfläche zu nutzen. Übrigens: Anders als bei der Fotografie an Land ist die ideale Uhrzeit für Unterwasser-Aufnahmen die Mittagszeit mit möglichst senkrecht stehender Sonne und direkter Lichteinstrahlung auf die Wasseroberfläche.
| Da sich der Gehäuseblitz der E-330 – wie bei SLR-Kameras üblich – unter Wasser ohnehin nicht einsetzen lässt, kommen Sie erst gar nicht in Versuchung, direkt aufs Motiv zu blitzen – eine der Todsünden der Unterwasserfotografie. Denn das frontal aufs Motiv gerichtete Licht üblicher Gehäuseblitze sorgt unter Wasser für den unbeliebten "Backscatter"-Effekt ("Rückstreuung"). Dabei werden die im Wasser treibenden Schwebeteilchen frontal angeleuchtet und mindern die Bildqualität - ähnlich dem Anblitzen von Schneeflocken. Absolut perfekte Beleuchtung hingegen garantiert der Systemblitz Olympus FL-36 im Unterwassergehäuse (PFL-E01), der möglichst in einem 45-Grad-Winkel und aus maximal 1,5 Metern Distanz zum Motiv eingesetzt wird. So lassen sich die Konturen plastisch und die Farben realistisch herausarbeiten. | ![]() |
Innere gelangt. Spülen Sie vor dem Öffnen das Gehäuse gründlich mit Süßwasser ab und trocknen Sie es mit einem sauberen, weichen Handtuch. In nasser Umgebung sollten Sie das Gehäuse mit dem Deckel nach unten öffnen, damit kein Spritz- oder Tropfwasser auf die Ausrüstung gelangt. Für eine längere Aufbewahrung entfernen Sie die großen Dichtungsringe und bewahren sie nach einer gründlichen Reinigung einem Plastikbeutel auf.
Nun können Sie sich ans Bearbeiten – und natürlich Genießen – Ihrer digitalen Unterwasserfotos machen. Viel Spaß dabei!






