Kompromisslos gut: Der FourThirds Standard
Der FourThirds Standard

FourThirds ist die Antwort auf die kompromisslosen Anforderungen professioneller Fotografen. Es ist ein gänzlich neuer Standard, der die digitale Spiegelreflex-Fotografie von den Begrenzungen der analogen Kameratechnologie befreit.

Argumente Bildwinkel Objektivauflösung & Vignettierung Standardisierung Perfekte Abmessungen Die Vorteile auf einen Blick
 
Bildwinkel

Wer jemals Objektive, die für 35 mm-Kameras konzipiert wurden, mit dem Gehäuse einer Digitalkamera kombiniert hat, die mit einem kleinformatigeren Sensor bestückt ist, kennt das Problem der reduzierten Weitwinkelfähigkeit.

Bei Four Thirds tritt dieses Phänomen nicht auf. Denn hier sind die Objektive stets perfekt auf die Größe des Sensors abgestimmt. Sie müssen also nicht damit rechnen, dass teure Weitwinkelobjektive nicht die versprochenen Leistungen bringen: Der Bildwinkel, den Sie erwarten, ist stets auch der, den Sie nutzen können.

 

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Objektivauflösung & Vignettierung
Film ist ein sehr tolerantes Bildaufzeichnungsmedium. Aus diesem Grund war es bislang nicht notwendig, Kameras mit sehr hoch auflösenden Objektiven zu bestücken. Doch sobald elektronische Sensoren zum Einsatz kommen, gelten gänzlich andere Anforderungen.

Der Pixelabstand bei Multi-Mega-Pixel-Kameras beträgt lediglich 5 bis 6 Mikrometer oder weniger. Weil die Linsenauflösung nicht hoch genug ist, wird nicht mehr jede einzelne Fotodiode separat angesprochen. Dies führt zu Qualitätseinbußen. Die theoretisch möglichen Leistungswerte eines Sensors werden somit nicht genutzt. Das Problem nimmt zu, wenn die Anzahl der Pixel steigt und die Sensorgröße schrumpft.

Alle Objektive, die auf Basis des Four Thirds Standards entwickelt werden, sind speziell für die digitale Bildaufzeichnung konzipiert. Ihre ultrafeine Auflösung ist das Ergebnis aufwändiger Herstellungsprozesse und der Garant dafür, dass die Leistung der Bildsensoren voll ausgeschöpft werden kann.


  
Präzise bis in die Ecken  
In sämtlichen Four Thirds-optimierten Objektiven kommen so genannte telezentrische Optiken zum Einsatz. Aufgrund des Konstruktionsprinzips von Sensoren kommt es bei nicht senkrechtem Lichteinfall zu Bilddatenverlusten sowie möglicherweise auch zu Interferenzen. Dies äußert sich in Qualitätsverlusten die vor allem in den Bildecken sichtbar sind. Das Phänomen bezeichnet man als Vignettierung (Cornershading). Es tritt vor allem bei Digitalkameras mit Vollformat-Sensoren auf, da hier das Licht sehr stark gebrochen werden muss, damit es auch die äußeren Ecken des Sensors erreicht.

Die mit einer telezentrischen Optik bestückten Four Thirds-Objektive gewährleisten, dass das Licht senkrecht auf den Sensor trifft. Aus diesem Grund stimmen bei den mit ihnen gemachten Aufnahmen sowohl Farbe als auch Schärfe und Helligkeit bis in die Bildecken.

   
 Objektiv einer Kleinbildkamera (35 mm).  Film ist tolerant im Hinblick auf Licht, das auf die Randbereiche fällt. Auch ein hochauflösender Film kann ohne Helligkeitsverlust Licht einfangen, das in starkem Winkel einfällt.
   
 Objektiv einer Digitalkamera. Folgende Effekte gibt es in der Digitalfotografie, wenn Licht in starkem Winkel auftrifft.

1) Reflektieren auf benachbarte Pixel.
2) Interferieren benachbarter Pixel.
3) Helligkeitsverlust, weil der Sensor das Licht nicht einfängt.

Dies führt zu Bildrauschen und schlechter Farbwiedergabe.

FourThirds Format:
ca. 18 x 13,5 mm (diagonal: 22,5 mm)
APS Format: ca. 24  x 16 mm (diagonal: 28,8 mm)
35 mm Format: 36  x24 mm (diagonal: 43,3 mm)

 
ZUIKO DIGITAL Objektive: fast telezentrisch. Die nahezu telezentrische Konstruktion der für den FourThirds Standard optimierten Objektive bewirkt, dass das Licht beinahe parallel auftrifft. Auch die Ecken der Bilder werden scharf und lichtstark wiedergegeben.

 

 


 

 

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Standardisierung
Ein zukunftsweissender Standard
Four Thirds ist ein Standard, der den spezifischen Anforderungen digitaler Spiegelreflexkamera-Systeme Rechnung trägt. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit von Bildsensoren und Objektiven zu steigern. Definiert wurden:

 

• Mechanische Standards
• Optische Standards und
• ein Kommunikationsstandard


 
 Mechanische Standards
Um die Austauschbarkeit der Objektive zu gewährleisten, sind Art, Größe und Form des Objektivanschlusses sowie der Kamerafassung standardisiert.
Darüber hinaus sind auch der Abstand zwischen der Bildebene und dem Objektivanschluss (Auflagemaß) sowie die Position des Bildsensors bezogen auf die letzte Linse definiert.

 

   

Optische Standards

 

 

 

Festgelegt ist bei Four Thirds auch die Größe des Bildkreises. Beschrieben wird damit die Kreisfläche, die das Objektiv auf den Sensor projiziert.

 

Kommunikationsstandard
Objektiv und Kameragehäuse sind nicht mehr länger „sprachlose“ Einzelkomponenten. Denn Four Thirds hat durch die Festlegung eines Kommunikationsprotokolls die Voraussetzungen geschaffen, dass ein Informationsaustausch stattfinden kann.


 

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Perfekte Abmessungen
 

Obwohl man es annehmen könnte, bezieht sich "Four Thirds" nicht auf die Größe des Sensors. Der Sensor hat eine Diagonale von ungefähr 22,3 mm, also nicht 4/3 Zoll, was 33,87 mm entspräche. Traditionell wird die Nominalgröße von Bildsensoren nach einer Methode berechnet, die mit der Erfindung von Vakuum-Bildaufzeichnungsröhren eingeführt wurde.

 

Zu jener Zeit wurde die Größe dieser frühen Vidicon-Röhren nach ihrem Außendurchmesser angegeben. Unglücklicherweise hat sich diese Namenskonvention trotz der vielen Fortschritte in der Bildauf-zeichnungstechnologie erhalten, wodurch die Bezeichnung "4/3-Zoll Sensor" irreführend sein kann. Aus diesem Grunde bevorzugen heute viele das Wort "Typ" statt "Zoll", wenn sie über die Größe von Bildsensoren sprechen.

 

Die Größe wurde vom Design Team des FourThirds Standard gewählt, weil sich damit die verschiedenen Anforderungen am besten einlösen lassen, wie z. B.: hohe Bildqualität, geringes Bildrauschen, Zukunftssicherheit auch im Hinblick auf unterschiedliche Pixelgröße sowie Einsatzmöglichkeiten von Objektiven mit fast telezentrischen Optiken.  
 

 

Offener Standard


Der FourThirds Standard wurde bewusst als offener Standard angelegt. Je mehr Hersteller diesen Standard für ihre Gehäuse, Objektive und sonstiges Zubehör übernehmen, desto größer ist die Anzahl der kompatiblen Elemente, die sich untereinander kombinieren lassen.
 

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Die Vorteile auf einen Blick
Die Vorteile des Four Thirds Standards im Überblick: